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Hannover Spielbanken Marathon Hannover am 8 2005 ausnahmsweise gut gelaufen

Hannover - Spielbanken Marathon Hannover am 8. Mai 2005 - “ausnahmsweise gut gelaufen” Wozu braucht man Stimmung an der Strecke, wenn man in Hannover einen Marathon läuft? Okay, im Ziel und bei km 41 gibts Stimmung und es werden insgesamt drei Trommler-Gruppen gezählt - am besten sind noch die vier Leutchen bei km 37, die stehen dort jedes Jahr (für die Mitgelaufenen: rechts fährt die S-Bahn rauf-und-runter, wir laufen geradeaus, ganz leicht hoch) - die machen einen Riesenradau und haben die Zwischen-Sprint-Wertung eingeführt. Aber der Hannoveraner per se, als seltene Spezies, ist nicht für das Zeigen-von-Temperament oder gar Emotionen geboren - da fehlt denen genetisch was.Aber in Hannover läuft man wegen der schnellen Strecke und weil man so schön die 90-Grad-Eckstraßen quer über die Gehsteige abkürzen kann - bei keinem anderem Großmarathon wird dermaßen an den Ecken gesäbelt - zwei absolut identische Hälften - mit langen Geraden: raus aus dem Startgehege, gleich links und auf gesperrten vierspurigen Straßen erst mal 4 kms geradeaus - Gedränge gibts in Hannover nirgends, überall genügend Platz - rechts der Maschsee - dann 90 Grad links, nach 1 km wieder links und jetzt dieselben 4 kms auf der Hildesheimer Straße leicht abschüssig zurück - “unten” am Aegidienplatz kann man nach links guggen, wohin später die 10 km-Flizzer abbiegen werden, hier stehen doch glatt mindestens 100 Leute - geradeaus, über Fußgängerzone-Abschnitte am Bahnhof zur Linken vorbei, läuft sich gut hier, leicht abschüssig und schöne gelegte Platten - unter den Gleisen in der Unterführung durch - dann gleich wieder links - hier gibts leichten Gegenwind - dann mal rechts, mal einen halben km geradeaus, mal links, wieder eine Unterführung, eindrucksvoll, das kilometerlange Continental-Gebäude (Reifen, Leute) - mitte der 30er kms dann 2 kms die Nienburger Straße leicht hoch, rechts die Herrenhäuser Gärten, links später dann die Uni Hannover - anstatt geradeaus auf der Prachtstraße noch einen kleinen Schlenker, knapp 1 km lang - zurück auf der Prachtstraße - links kommen die Big Figuren Nanas der Nikki Saint-Phalle - ab hier noch ca. 10 Minuten für die Schneggen - links der Niedersächsische Landtag - wieder nicht geradeaus hinunter zum Rathausplatz, wo der Start und das Ziel sind, sondern einen neuen Extraschlenker - genau in der Kurve steht die 41 - durch eine Fußgängerzone, große Rechtskurve mit aufgeblasenem blauem Tor und - man glaubts kaum - hier Stimmung mit Getrommel - die nächsten 600 Meter nur noch geradeaus, leicht runter - dann die letzte Rechtskurve, man sieht schon von weitem die Absperrgitter - 300 Meter bis zum Ziel.Beim Anmarsch werden als erste die Brümmer Twins aus Braunschweig gesichtet: “Ey, Iris, wenn Du schwächelst, wirste versägt!” - sie schwächelt, von 318 in Hamburg zu 320 in Hannover - Unverschämtheit, permanente. Anmeldung und anderer Krimskrams wurde ausgelagert - auf die Wiesen vor dem Rathaus - die Gärtner werden sich freuen, bestimmt alles an Blumen und Gras zertrampelt. Da kommen sie auch schon daher, die Verrüggten, heute im Rudel, nämlich die vom 100 MC.Joachim Joey Sogge Hoier hat heute die falschen Soggen an: zwei gelbe, Mann das kann nicht gutgehen - ist auch nicht, Joey Joey Joey, da wäre mit anderen Soggen mehr drin gewesen. Aber wenigstens wird Schneggi von Heiner Clochard Schütte aufgeklärt, dass die Sulingen Marathons berühmt seien und empfehlenswert - “Wo ist denn das Kaff?” - “Also Du fährst nach Neustadt?” - “Wo ist zum Guggugg dieses Neustadt?” - alle verdrehen die Augen - “Also das Steinhuder Meer, da biste doch schon drum rum geeiert, das kennst Du doch - hinter dem Steinhuder ...” - “Wie? Was? es gibt etwas hinter dem Steinhuder Meer?” - “Ja, jetzt halt mal die Klappe, also hinter dem Steinhuder Meer, rechts dann zweimal links, blah blah blah” - womit wieder bewiesen ist, dass Marathonlaufen eben doch bildet - was haben wir gelernt? hinter dem Steinhuder Meer gibt es Leben, wenn auch ein etwas mühseliges Leben. Joey Sogge wird noch beruhigt, dass man beim Rennsteig keine solche Probleme mit dem Rückfahrbus hat wie bei der Harzquerung - zweite Lektion heute: die hinter-dem-Steinhuder-Meer-Eingeborenen sind lernfähig und organisieren Dinge im voraus.Was macht denn eigentlich Heiner schon hier? - da er für den Marathon zu schnell geworden ist, weicht er jetzt auf die 10 km-Strecke aus und hat sogar eine Bande von Jugendlichen dazu verführt, ebenfalls volle Kanne zu wetzen: Ernst-Reuter-Schule steht auf den eigenen T-Shirts, natürlich in Gelb - vielleicht kriegt so Heiner endlich den nötigen Respekt von seinen Schülern. Mit-Dorf-Bewohner Wolfgang Schwabe hat die Augen noch ziemlich zusammengekniffen, ist ja auch noch ziemlich früh - vielleicht ist deshalb Heiner auf die 10 km-Strecke ausgewichen, weil er nun ja gnadenlos von Wolfgang versägt wird.Mario Supermario Sagasser schleicht auch durch die Marathonmesse, guggt noch müder aus der Wäsche - züchtet entweder so eine Art Künstlerbart am Kinn, gefärbt in Rot, oder hat sich in der Requisite so ein Anklebteil gemobst. Horst Preisler kommt dazu und meint, dass seine Frau gedroht hat, er kriege nur noch die Hälfte an Futter, wenn er plötzlich aufhören würde zu laufen.Den Typ mit dem Punkhaarschnitt kennen wir doch: ah, dieser Carsten, den wir in Freiburg kennengelernt haben (der erste Mann, der erfolgreich schwanger wurde, man erinnert sich, häh?) - “Was hast Du denn da für schneeweiße Schuhe?” - “Die Frage mußte kommen - es sind ganz neue, von Brooks!” - “Ganz neue, noch nie gelaufene, ist ganz klar ein eklatanter Verstoß gegen die Runner’s World Marathonregeln” - “Ist mir wurscht, mache ich immer so - die habe ich gestern per Post gekriegt und in Lilienthal abgeholt” - “Warum fährst Du nicht nach Bremen und probierst sie zuerst an?” - “Nach Bremen! Bäh, zu den roten Pappnasen (= Zeichen der Hochnäsigkeit), da gehe ich nicht rein - meine Frau ist auch eine rote Pappnase, aber ich arbeite daran - egal, ich laufe immer mit neuen Schuhen drauf los, ich bin nämlich der Eisenfuߔ - aha, der Herr Eisenfuß hat ein Problem mit der Distanz, er läuft immer 46 kms und weiß einfach nicht warum, jedes Mal zeigt seine Polar S625X diese 46 kms an, seltsam.Hey, da drüben steht ein Freund aus Mascherode (Schneggi-Wohnort): Matthias Goedeke, ein Anästhesie-Oberarzt (Abteilung Schlafmützen) - der Typ ist ein Phänomen: trainiert quasi nie und wenn dann nur Wochen vor einem Marathon (zwei pro Jahr, das ist sein vierter) - aber wie er trainiert: raus aus dem Haus, Gaspedal voll durchtreten und erst wieder vom Gas runter zurück vor der Haustür (Greif würde seine helle Freude an ihm haben) - er brettert eine 30958 hin - am Tag danach getroffen: “Hey, Unverschämtheit diese 309, und auch noch eine 58" - “Tja, Hauptsache unter 310" - “Haste die 310 anvisiert?” - “Nö, einfach so schnell wie möglich gelaufen!” - “Haste jetzt ne Uhr gekauft” - “Nö, wozu? nur unnötiger Ballast!” - und so sind auch seine Zeiten: 127 + 142, uaaaaa - “Und speziell trainiert?” - “So wie immer, Du weiß ja wie ich es mache” - ja, genau, Kamikaze, immer volle Pulle - was der Mann dringend braucht, ist erstens ein Abonnement von Runner’s World, zweitens eine Y007 von Polar für 999 Euros, die allerteuersten Lauflatschen, dann die neueste superchice Läuferkollektion von Karl Lagerfeld, einen Trainingsplan von Martin Grüning und vor allem einen Trainer - wäre doch gelacht, wenn wir diesem Mann nicht den Spaß verderben könnten und es so einrichten könnten, dass er nie mehr unter 330 läuft.Kommt noch der Kierdorf dazu, noch so ein Mediziner vom Krankenhaus Braunschweig, immerhin ärztlicher Direktor von dem Sauhaufen - Mann, sind die alle flott, brettert eine 319 - fehlt noch der Braunschweiger Nußknagger (Neurochirurgen sind Nußknagger) Peter Sollmann, kommt aber heute nicht - vergnügt sich beim Nußknagger-Kongress in Grenoble.Gunla Eberle tigert ebenfalls auf der Messe rum und trägt zur Heiterkeit mit ihrer Version von jüngsten Stories bei. Hola! jetzt aber Zeit, bei dem ganzen Gequatsche sich fertig zu machen - plötzlich ist es auch ganz leer geworden - die Halbmaras sind zum Start gegangen, Start um 900 - ah, überall herrlich Platz, kein Gedränge, kein Streß, keine Hektik, Hannover ist wirklich gemütlich, kann man nicht anders sagen, alles im Umkreis von 50 Meter - Tasche zu den Zelten - ah, wieder eine sehr schöne niedrige Startnummer - die 110 - nur für die schönsten Läufer.Start um zehn auf dem so genannten Friedrichswall, das Rathaus zur Linken - eine ganze Straße ist gesperrt, wieder Platz en masse - es gibt vier Blöcke: schwarz (Elite) - rot die Flizzer - gelb die Halb-Flizzer-Halb-Schneggen (huhuhuh, Schneggi ist dieses Jahr gelb, woa) - blau die Lahmen. OleOle Sporleder turnt noch am Geländer herum, der Mann hat heute Kraft, zeigt er auch mit einer gigantischen Zeit mit knapp über 3. Mit ihm Schneggi-Block sind heute Wolfgang Weitkämper und Michael Asphaltzerstörer Richter - gleich mal Memo an Kleinhirn: die beiden müssen unter allen Umständen versägt werden. Wolfgang ist auch lernfähig und verbreitet schon mal seine Entschuldigung: “Bin am Vatertag auf die Schulter gestürzt” - alle grinsen dämlich - “Nein, nein, nicht was Ihr denkt! Ich bin im Blumenladen auf eine lose Planke getreten blah blah quatsch quatsch ...” - aber da er den Gegenbeweis schuldig bleibt, hier also im Zweifel gegen den Schwätzer (psst, der Mann war sicher besoffen und ist hingedeppert, na ja, kann man ja nicht so offen zugeben, ist ja verständlich, eigentlich fast peinlich) - und dann hat er noch die Frechheit, sich zu beschweren: “Du hast im Hamburg Bericht meine neue persönliche Bestzeit von knapp unter sechs nicht erwähnt” - Memo an Kleinhirn: diesem Frechdachs müssen wir es heute aber so richtig zeigen, naß machen, ein-für-alle-Mal.Der Oberbürgermeister hält noch eine Rede - heute am 8. Mai hörte der 2. Weltkreig auf - er redet darüber - schade, aber vor einem Marathon wird das sehr wenige interessieren - er ist vermutlich einer der letzten SPD-Bürgermeister einer Großstadt - beim Wort Hannover = Großstadt grinsen die nicht-Hannoveraner Niedersachsen - “größtes Dorf Deutschlands” sagen sie - der Ansager gibt noch eins drauf: “Willkommen in der Sportstadt Hannover” (“Spottstadt” sagen die Braunschweiger, alte Rivalen) - dann labert er noch: “Viel Glück für die nächsten 52 kms (zweiundfünfzig)” - und los gehts. Erst mal die zwei Säge-Opfer voraus lassen - von hinten kommen ist viel besser. Der dritte Start in Hannover, also zum fünften Mal jetzt dieselbe Runde, da kennt man sich langsam aus. Aber Schneggi ist ein Langsamstarter und läßt alle erst mal rechts und links vorbeisausen (“Euch versäge ich alle später”). Es läuft rund und das Wetter spielt mit: schlabbe 12 Grad, ein bißchen Sonne, ein bißchen Wind, nur einmal für 2 Minuten einen kurzen Sprühregen - aber wo sind der Schulterlädierte und der Asphaltzerstörer? nur Geduld, diese alten Männer brechen ein.Bezüglich der Verpflegungsstände gibts auch gar nix zu meggern, wirklich nix - und überall Coca-Cola - und genialerweise nach dem Cola-Stand dahinter einen Tisch für die nassen Schwämme - es ist zwar nicht so heiß, dass man Schwämme braucht, aber die kommen genau richtig für die Cola-klebrigen Finger (Datterich im Alter) und die klebrige Gosch (schwäbisch = Klappe). Die erste Runde geht logger leicht vorbei - halt ganz vergessen: beim km-12,5-Stand wird der Schulterlädierte vernascht - er macht auch keine Anstalten sich zu wehren, winkt nur weiter weiter - ey, so macht das keinen Spaß, Spielverderber. Halbmarathon in 156 passiert, ja hallo, das könnte ja trotz Schonhaltung und kleine-Schritte-für-Rüggen-Schonung zu sub-4 reichen - schau mer mal, wann der Einbruch kommt, immer wieder eine ganz spannende Frage.Puls ist verdächtig niedrig, also in Hannover funktioniert es doch jedes Jahr, das mit dem taktischen Laufen - hey, wann kam eigentlich der letzte von Hinten? Also, so ab km 15 hat niemand mehr überholt - wie Trainer Dromäus, die vermenschlichte Weisheit, immer sagt: “nur Tempo halten, die anderen gehen alle ein wie die Primeln” - aber jetzt wird wie der Teufel von hinten her überholt: es sind die 10 km-Superflizzer, aber mit Karacho - holy Shit, keine Chance, sich auch nur 200 Meter dranzuhängen - der Spuk ist auch gleich vorbei, weil die am Aegidienplatz links ins Ziel und wir geradeaus Richtung Bahnhof wackeln - verdammich, schon km 30 und immer noch kein Einbruch - hey, da vorne geht der Asphaltzerstörer, ist aber gut drauf heute, mitnehmen: “Michael komm mit, unter 4!” - er winkt nur und trinkt seinen Becher aus, er macht allein seine neue Bestzeit mit 40040 - okay, wenn der verdammte Einbruch nicht kommen will, dann eben Gas geben.Letztes Jahr war ab km 36 Beisen-nochmehrBeisen-allesAbbeisen angesagt - heute geht der Puls einfach nicht hoch, muß ein bißchen schneller laufen - endlich mal einer, der im Sprintstil überholt - soll er, so hektisch muß es nun auch wieder nicht sein, die Kraft für die letzten 5 kms sparen - die schöne Allee hinunter, das herrliche Schild in der Kurve (41), dahinter ein einsamer Ansager: “Mit der Nummer 110 der König der Weichtiere aus Braunschweig” - gleich kommt die Stelle, wo sie immer die Fotos schießen, schön die Knie hoch und noch mal hoch.An manchen Tagen läufts halt super, so ein Tag ist immer in Hannover - negativer Split 156 und 154 - Trainer: “Klasse! aus Dir wird noch ein richtiger Marathonläufer” - Mistkerl mault aber, wieso zum Schluß noch soviel Kraft zu einem 5 km-langen Endspurt da war: “Du hast offensichtlich zum Schluss noch Kraft zum Verschenken, das ist guuuut, aber zu viel, da haste Dich vorher geschont, also mehr Risiko Mann!” - manchen Eumeln kann man es nie Recht machen - man sagt nur: “da drüben ist die Highway to Hell”. “Außerdem muß ich mich schonen und aufs leidige Kreuz aufpassen, Knallfrosch, badensischer!” - “Dromäus rät: Mehr Sex, das loggert die Lendenwirbel!”Pinkeln bei km 2 und 22 (so viel Cola macht Diurese) und schon wird auf den billigen Plätzen zuhause rumgemosert - Schärie Ute: “Nach dem Orthopäden gehste gleich weiter zum Urologen!” - Dromäus rät zum Lehrgang “Der erfahrene WKP (Wettkampfpinkler) - Pinkeln ohne Zeitverlust” - Victoria Fan No. 1: “Wenn du nicht soviel Pipi machen würdest, wären Deine Zeiten besser - ich schlage vor, dass zu beim nächsten Marathon Deinen urologischen Apparat zuhause läßt, Dein Gewicht wäre leichter und Du könntest schneller rennen - wie Du siehst nix als Vorteile - für diese Ratschläge brauchst Du heute mal nicht zu bezahlen!” - Affenbande, alle zusammen. Diese Visage da beim Wegschleichen vom Ziel kommt doch sehr bekannt vor - hoppla, Ewald Lienen, der Trainer der nutzlosen Hannover 96-Kigger: “Hey, Ewald, biste auch gelaufen?” (Klaps auf die Schulter) - “Nur die letzten 7 kms, für eine Benefizveranstaltung, und ein bißchen Training für die Spieler” - sympathischer Bursche.Nicht mal Hinsetzen oder gar Hinlegen (alles schon gehabt) ist heute nötig - gleich an die Getränkestände, Erdinger und alles andere Gesöff, n paar Zwiebelbrötchen, eine Handvoll Apfelschnitten, drei Bananenstücke, und ab zum Gepäck - wieso geht es nicht immer so prima? - dort sitzt Eisenfuß im Gras und sonnt sich - man lacht über das Gelaber von anderen “Der Wind hat 10 Minuten gekostet” - saudummes Geschwätz, erstens war der Wind überhaupt nicht so stark und zweitens hatte man ihn woanders auch von hinten (das merkt man nur nicht so schnell).Beim Weglatschen an der letzten Marathonkurve vorbei wird der Grüne-Handschuhe-Teamchef Helmut Braun gesichtet - “Helmuuuuuuuuuut!!!” - er kommt glatt rüber und macht zum Abklatschen die extra 40 Meter Umweg - Schneggi beobachtet das Geschehen ganz genau - die Zuschauerinnen sind begeistert: athletischer nackter Oberkörper, der Kopf eines Gelehrten (Forscherbart, grauer Hippie-Haare-Zopf, Niggelbrille) - viel Beifall und Herr Grüne-Handschuhe huldigt den Fans zurück, ein echter Frauenschwarm - ja, so muß man es machen.Fazit: Hannover nächstes Jahr? ja bitte, immer gerne! - die Stimmung, die da ist, reicht auch aus - ansonsten alles klasse organisiert - das Einzige, was es zum Meggern gibt, ist die unschöne Medaille, aber okay, es gibt Schlimmere - also, solange Hannover und Düsseldorf und Mainz und Rumpelstilzchen und Rübezahl an demselben Tag ihre Marathons haben, wird es für Schneggi schwer sein, die anderen kennenzulernen - Note eins.GrüziSchneggi Statistiken Hits: 1108Hits seit Archiv: 427Buchstaben: 13709Wörter: 2483« zurück Hannover - Spielbanken Marathon Hannover am 8. Mai 2005 - “ausnahmsweise gut gelaufen” Wozu braucht man Stimmung an der Strecke, wenn man in Hannover einen Marathon läuft? Okay, im Ziel und bei km 41 gibts Stimmung und es werden insgesamt drei Trommler-Gruppen gezählt - am besten sind noch die vier Leutchen bei km 37, die stehen dort jedes Jahr (für die Mitgelaufenen: rechts fährt die S-Bahn rauf-und-runter, wir laufen geradeaus, ganz leicht hoch) - die machen einen Riesenradau und haben die Zwischen-Sprint-Wertung eingeführt. Aber der Hannoveraner per se, als seltene Spezies, ist nicht für das Zeigen-von-Temperament oder gar Emotionen geboren - da fehlt denen genetisch was. Aber in Hannover läuft man wegen der schnellen Strecke und weil man so schön die 90-Grad-Eckstraßen quer über die Gehsteige abkürzen kann - bei keinem anderem Großmarathon wird dermaßen an den Ecken gesäbelt - zwei absolut identische Hälften - mit langen Geraden: raus aus dem Startgehege, gleich links und auf gesperrten vierspurigen Straßen erst mal 4 kms geradeaus - Gedränge gibts in Hannover nirgends, überall genügend Platz - rechts der Maschsee - dann 90 Grad links, nach 1 km wieder links und jetzt dieselben 4 kms auf der Hildesheimer Straße leicht abschüssig zurück - “unten” am Aegidienplatz kann man nach links guggen, wohin später die 10 km-Flizzer abbiegen werden, hier stehen doch glatt mindestens 100 Leute - geradeaus, über Fußgängerzone-Abschnitte am Bahnhof zur Linken vorbei, läuft sich gut hier, leicht abschüssig und schöne gelegte Platten - unter den Gleisen in der Unterführung durch - dann gleich wieder links - hier gibts leichten Gegenwind - dann mal rechts, mal einen halben km geradeaus, mal links, wieder eine Unterführung, eindrucksvoll, das kilometerlange Continental-Gebäude (Reifen, Leute) - mitte der 30er kms dann 2 kms die Nienburger Straße leicht hoch, rechts die Herrenhäuser Gärten, links später dann die Uni Hannover - anstatt geradeaus auf der Prachtstraße noch einen kleinen Schlenker, knapp 1 km lang - zurück auf der Prachtstraße - links kommen die Big Figuren Nanas der Nikki Saint-Phalle - ab hier noch ca. 10 Minuten für die Schneggen - links der Niedersächsische Landtag - wieder nicht geradeaus hinunter zum Rathausplatz, wo der Start und das Ziel sind, sondern einen neuen Extraschlenker - genau in der Kurve steht die 41 - durch eine Fußgängerzone, große Rechtskurve mit aufgeblasenem blauem Tor und - man glaubts kaum - hier Stimmung mit Getrommel - die nächsten 600 Meter nur noch geradeaus, leicht runter - dann die letzte Rechtskurve, man sieht schon von weitem die Absperrgitter - 300 Meter bis zum Ziel. Beim Anmarsch werden als erste die Brümmer Twins aus Braunschweig gesichtet: “Ey, Iris, wenn Du schwächelst, wirste versägt!” - sie schwächelt, von 318 in Hamburg zu 320 in Hannover - Unverschämtheit, permanente. Anmeldung und anderer Krimskrams wurde ausgelagert - auf die Wiesen vor dem Rathaus - die Gärtner werden sich freuen, bestimmt alles an Blumen und Gras zertrampelt. Da kommen sie auch schon daher, die Verrüggten, heute im Rudel, nämlich die vom 100 MC. Joachim Joey Sogge Hoier hat heute die falschen Soggen an: zwei gelbe, Mann das kann nicht gutgehen - ist auch nicht, Joey Joey Joey, da wäre mit anderen Soggen mehr drin gewesen. Aber wenigstens wird Schneggi von Heiner Clochard Schütte aufgeklärt, dass die Sulingen Marathons berühmt seien und empfehlenswert - “Wo ist denn das Kaff?” - “Also Du fährst nach Neustadt?” - “Wo ist zum Guggugg dieses Neustadt?” - alle verdrehen die Augen - “Also das Steinhuder Meer, da biste doch schon drum rum geeiert, das kennst Du doch - hinter dem Steinhuder . . . ” - “Wie? Was? es gibt etwas hinter dem Steinhuder Meer?” - “Ja, jetzt halt mal die Klappe, also hinter dem Steinhuder Meer, rechts dann zweimal links, blah blah blah” - womit wieder bewiesen ist, dass Marathonlaufen eben doch bildet - was haben wir gelernt? hinter dem Steinhuder Meer gibt es Leben, wenn auch ein etwas mühseliges Leben. Joey Sogge wird noch beruhigt, dass man beim Rennsteig keine solche Probleme mit dem Rückfahrbus hat wie bei der Harzquerung - zweite Lektion heute: die hinter-dem-Steinhuder-Meer-Eingeborenen sind lernfähig und organisieren Dinge im voraus. Was macht denn eigentlich Heiner schon hier? - da er für den Marathon zu schnell geworden ist, weicht er jetzt auf die 10 km-Strecke aus und hat sogar eine Bande von Jugendlichen dazu verführt, ebenfalls volle Kanne zu wetzen: Ernst-Reuter-Schule steht auf den eigenen T-Shirts, natürlich in Gelb - vielleicht kriegt so Heiner endlich den nötigen Respekt von seinen Schülern. Mit-Dorf-Bewohner Wolfgang Schwabe hat die Augen noch ziemlich zusammengekniffen, ist ja auch noch ziemlich früh - vielleicht ist deshalb Heiner auf die 10 km-Strecke ausgewichen, weil er nun ja gnadenlos von Wolfgang versägt wird. Mario Supermario Sagasser schleicht auch durch die Marathonmesse, guggt noch müder aus der Wäsche - züchtet entweder so eine Art Künstlerbart am Kinn, gefärbt in Rot, oder hat sich in der Requisite so ein Anklebteil gemobst. Horst Preisler kommt dazu und meint, dass seine Frau gedroht hat, er kriege nur noch die Hälfte an Futter, wenn er plötzlich aufhören würde zu laufen. Den Typ mit dem Punkhaarschnitt kennen wir doch: ah, dieser Carsten, den wir in Freiburg kennengelernt haben (der erste Mann, der erfolgreich schwanger wurde, man erinnert sich, häh?) - “Was hast Du denn da für schneeweiße Schuhe?” - “Die Frage mußte kommen - es sind ganz neue, von Brooks!” - “Ganz neue, noch nie gelaufene, ist ganz klar ein eklatanter Verstoß gegen die Runner’s World Marathonregeln” - “Ist mir wurscht, mache ich immer so - die habe ich gestern per Post gekriegt und in Lilienthal abgeholt” - “Warum fährst Du nicht nach Bremen und probierst sie zuerst an?” - “Nach Bremen! Bäh, zu den roten Pappnasen (= Zeichen der Hochnäsigkeit), da gehe ich nicht rein - meine Frau ist auch eine rote Pappnase, aber ich arbeite daran - egal, ich laufe immer mit neuen Schuhen drauf los, ich bin nämlich der Eisenfuߔ - aha, der Herr Eisenfuß hat ein Problem mit der Distanz, er läuft immer 46 kms und weiß einfach nicht warum, jedes Mal zeigt seine Polar S625X diese 46 kms an, seltsam. Hey, da drüben steht ein Freund aus Mascherode (Schneggi-Wohnort): Matthias Goedeke, ein Anästhesie-Oberarzt (Abteilung Schlafmützen) - der Typ ist ein Phänomen: trainiert quasi nie und wenn dann nur Wochen vor einem Marathon (zwei pro Jahr, das ist sein vierter) - aber wie er trainiert: raus aus dem Haus, Gaspedal voll durchtreten und erst wieder vom Gas runter zurück vor der Haustür (Greif würde seine helle Freude an ihm haben) - er brettert eine 30958 hin - am Tag danach getroffen: “Hey, Unverschämtheit diese 309, und auch noch eine 58" - “Tja, Hauptsache unter 310" - “Haste die 310 anvisiert?” - “Nö, einfach so schnell wie möglich gelaufen!” - “Haste jetzt ne Uhr gekauft” - “Nö, wozu? nur unnötiger Ballast!” - und so sind auch seine Zeiten: 127 + 142, uaaaaa - “Und speziell trainiert?” - “So wie immer, Du weiß ja wie ich es mache” - ja, genau, Kamikaze, immer volle Pulle - was der Mann dringend braucht, ist erstens ein Abonnement von Runner’s World, zweitens eine Y007 von Polar für 999 Euros, die allerteuersten Lauflatschen, dann die neueste superchice Läuferkollektion von Karl Lagerfeld, einen Trainingsplan von Martin Grüning und vor allem einen Trainer - wäre doch gelacht, wenn wir diesem Mann nicht den Spaß verderben könnten und es so einrichten könnten, dass er nie mehr unter 330 läuft. Kommt noch der Kierdorf dazu, noch so ein Mediziner vom Krankenhaus Braunschweig, immerhin ärztlicher Direktor von dem Sauhaufen - Mann, sind die alle flott, brettert eine 319 - fehlt noch der Braunschweiger Nußknagger (Neurochirurgen sind Nußknagger) Peter Sollmann, kommt aber heute nicht - vergnügt sich beim Nußknagger-Kongress in Grenoble. Gunla Eberle tigert ebenfalls auf der Messe rum und trägt zur Heiterkeit mit ihrer Version von jüngsten Stories bei. Hola! jetzt aber Zeit, bei dem ganzen Gequatsche sich fertig zu machen - plötzlich ist es auch ganz leer geworden - die Halbmaras sind zum Start gegangen, Start um 900 - ah, überall herrlich Platz, kein Gedränge, kein Streß, keine Hektik, Hannover ist wirklich gemütlich, kann man nicht anders sagen, alles im Umkreis von 50 Meter - Tasche zu den Zelten - ah, wieder eine sehr schöne niedrige Startnummer - die 110 - nur für die schönsten Läufer. Start um zehn auf dem so genannten Friedrichswall, das Rathaus zur Linken - eine ganze Straße ist gesperrt, wieder Platz en masse - es gibt vier Blöcke: schwarz (Elite) - rot die Flizzer - gelb die Halb-Flizzer-Halb-Schneggen (huhuhuh, Schneggi ist dieses Jahr gelb, woa) - blau die Lahmen. OleOle Sporleder turnt noch am Geländer herum, der Mann hat heute Kraft, zeigt er auch mit einer gigantischen Zeit mit knapp über 3. Mit ihm Schneggi-Block sind heute Wolfgang Weitkämper und Michael Asphaltzerstörer Richter - gleich mal Memo an Kleinhirn: die beiden müssen unter allen Umständen versägt werden. Wolfgang ist auch lernfähig und verbreitet schon mal seine Entschuldigung: “Bin am Vatertag auf die Schulter gestürzt” - alle grinsen dämlich - “Nein, nein, nicht was Ihr denkt! Ich bin im Blumenladen auf eine lose Planke getreten blah blah quatsch quatsch . . . ” - aber da er den Gegenbeweis schuldig bleibt, hier also im Zweifel gegen den Schwätzer (psst, der Mann war sicher besoffen und ist hingedeppert, na ja, kann man ja nicht so offen zugeben, ist ja verständlich, eigentlich fast peinlich) - und dann hat er noch die Frechheit, sich zu beschweren: “Du hast im Hamburg Bericht meine neue persönliche Bestzeit von knapp unter sechs nicht erwähnt” - Memo an Kleinhirn: diesem Frechdachs müssen wir es heute aber so richtig zeigen, naß machen, ein-für-alle-Mal. Der Oberbürgermeister hält noch eine Rede - heute am 8. Mai hörte der 2. Weltkreig auf - er redet darüber - schade, aber vor einem Marathon wird das sehr wenige interessieren - er ist vermutlich einer der letzten SPD-Bürgermeister einer Großstadt - beim Wort Hannover = Großstadt grinsen die nicht-Hannoveraner Niedersachsen - “größtes Dorf Deutschlands” sagen sie - der Ansager gibt noch eins drauf: “Willkommen in der Sportstadt Hannover” (“Spottstadt” sagen die Braunschweiger, alte Rivalen) - dann labert er noch: “Viel Glück für die nächsten 52 kms (zweiundfünfzig)” - und los gehts. Erst mal die zwei Säge-Opfer voraus lassen - von hinten kommen ist viel besser. Der dritte Start in Hannover, also zum fünften Mal jetzt dieselbe Runde, da kennt man sich langsam aus. Aber Schneggi ist ein Langsamstarter und läßt alle erst mal rechts und links vorbeisausen (“Euch versäge ich alle später”). Es läuft rund und das Wetter spielt mit: schlabbe 12 Grad, ein bißchen Sonne, ein bißchen Wind, nur einmal für 2 Minuten einen kurzen Sprühregen - aber wo sind der Schulterlädierte und der Asphaltzerstörer? nur Geduld, diese alten Männer brechen ein. Bezüglich der Verpflegungsstände gibts auch gar nix zu meggern, wirklich nix - und überall Coca-Cola - und genialerweise nach dem Cola-Stand dahinter einen Tisch für die nassen Schwämme - es ist zwar nicht so heiß, dass man Schwämme braucht, aber die kommen genau richtig für die Cola-klebrigen Finger (Datterich im Alter) und die klebrige Gosch (schwäbisch = Klappe). Die erste Runde geht logger leicht vorbei - halt ganz vergessen: beim km-12,5-Stand wird der Schulterlädierte vernascht - er macht auch keine Anstalten sich zu wehren, winkt nur weiter weiter - ey, so macht das keinen Spaß, Spielverderber. Halbmarathon in 156 passiert, ja hallo, das könnte ja trotz Schonhaltung und kleine-Schritte-für-Rüggen-Schonung zu sub-4 reichen - schau mer mal, wann der Einbruch kommt, immer wieder eine ganz spannende Frage. Puls ist verdächtig niedrig, also in Hannover funktioniert es doch jedes Jahr, das mit dem taktischen Laufen - hey, wann kam eigentlich der letzte von Hinten? Also, so ab km 15 hat niemand mehr überholt - wie Trainer Dromäus, die vermenschlichte Weisheit, immer sagt: “nur Tempo halten, die anderen gehen alle ein wie die Primeln” - aber jetzt wird wie der Teufel von hinten her überholt: es sind die 10 km-Superflizzer, aber mit Karacho - holy Shit, keine Chance, sich auch nur 200 Meter dranzuhängen - der Spuk ist auch gleich vorbei, weil die am Aegidienplatz links ins Ziel und wir geradeaus Richtung Bahnhof wackeln - verdammich, schon km 30 und immer noch kein Einbruch - hey, da vorne geht der Asphaltzerstörer, ist aber gut drauf heute, mitnehmen: “Michael komm mit, unter 4!” - er winkt nur und trinkt seinen Becher aus, er macht allein seine neue Bestzeit mit 40040 - okay, wenn der verdammte Einbruch nicht kommen will, dann eben Gas geben. Letztes Jahr war ab km 36 Beisen-nochmehrBeisen-allesAbbeisen angesagt - heute geht der Puls einfach nicht hoch, muß ein bißchen schneller laufen - endlich mal einer, der im Sprintstil überholt - soll er, so hektisch muß es nun auch wieder nicht sein, die Kraft für die letzten 5 kms sparen - die schöne Allee hinunter, das herrliche Schild in der Kurve (41), dahinter ein einsamer Ansager: “Mit der Nummer 110 der König der Weichtiere aus Braunschweig” - gleich kommt die Stelle, wo sie immer die Fotos schießen, schön die Knie hoch und noch mal hoch. An manchen Tagen läufts halt super, so ein Tag ist immer in Hannover - negativer Split 156 und 154 - Trainer: “Klasse! aus Dir wird noch ein richtiger Marathonläufer” - Mistkerl mault aber, wieso zum Schluß noch soviel Kraft zu einem 5 km-langen Endspurt da war: “Du hast offensichtlich zum Schluss noch Kraft zum Verschenken, das ist guuuut, aber zu viel, da haste Dich vorher geschont, also mehr Risiko Mann!” - manchen Eumeln kann man es nie Recht machen - man sagt nur: “da drüben ist die Highway to Hell”. “Außerdem muß ich mich schonen und aufs leidige Kreuz aufpassen, Knallfrosch, badensischer!” - “Dromäus rät: Mehr Sex, das loggert die Lendenwirbel!”Pinkeln bei km 2 und 22 (so viel Cola macht Diurese) und schon wird auf den billigen Plätzen zuhause rumgemosert - Schärie Ute: “Nach dem Orthopäden gehste gleich weiter zum Urologen!” - Dromäus rät zum Lehrgang “Der erfahrene WKP (Wettkampfpinkler) - Pinkeln ohne Zeitverlust” - Victoria Fan No. 1: “Wenn du nicht soviel Pipi machen würdest, wären Deine Zeiten besser - ich schlage vor, dass zu beim nächsten Marathon Deinen urologischen Apparat zuhause läßt, Dein Gewicht wäre leichter und Du könntest schneller rennen - wie Du siehst nix als Vorteile - für diese Ratschläge brauchst Du heute mal nicht zu bezahlen!” - Affenbande, alle zusammen. Diese Visage da beim Wegschleichen vom Ziel kommt doch sehr bekannt vor - hoppla, Ewald Lienen, der Trainer der nutzlosen Hannover 96-Kigger: “Hey, Ewald, biste auch gelaufen?” (Klaps auf die Schulter) - “Nur die letzten 7 kms, für eine Benefizveranstaltung, und ein bißchen Training für die Spieler” - sympathischer Bursche. Nicht mal Hinsetzen oder gar Hinlegen (alles schon gehabt) ist heute nötig - gleich an die Getränkestände, Erdinger und alles andere Gesöff, n paar Zwiebelbrötchen, eine Handvoll Apfelschnitten, drei Bananenstücke, und ab zum Gepäck - wieso geht es nicht immer so prima? - dort sitzt Eisenfuß im Gras und sonnt sich - man lacht über das Gelaber von anderen “Der Wind hat 10 Minuten gekostet” - saudummes Geschwätz, erstens war der Wind überhaupt nicht so stark und zweitens hatte man ihn woanders auch von hinten (das merkt man nur nicht so schnell). Beim Weglatschen an der letzten Marathonkurve vorbei wird der Grüne-Handschuhe-Teamchef Helmut Braun gesichtet - “Helmuuuuuuuuuut!!!” - er kommt glatt rüber und macht zum Abklatschen die extra 40 Meter Umweg - Schneggi beobachtet das Geschehen ganz genau - die Zuschauerinnen sind begeistert: athletischer nackter Oberkörper, der Kopf eines Gelehrten (Forscherbart, grauer Hippie-Haare-Zopf, Niggelbrille) - viel Beifall und Herr Grüne-Handschuhe huldigt den Fans zurück, ein echter Frauenschwarm - ja, so muß man es machen. Fazit: Hannover nächstes Jahr? ja bitte, immer gerne! - die Stimmung, die da ist, reicht auch aus - ansonsten alles klasse organisiert - das Einzige, was es zum Meggern gibt, ist die unschöne Medaille, aber okay, es gibt Schlimmere - also, solange Hannover und Düsseldorf und Mainz und Rumpelstilzchen und Rübezahl an demselben Tag ihre Marathons haben, wird es für Schneggi schwer sein, die anderen kennenzulernen - Note eins. GrüziSchneggi Statistiken Hits: 1108Hits seit Archiv: 427Buchstaben: 13709Wörter: 2483« zurück .

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403 Forbidden (2007-12-05)
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